Wie es zu diesem Buch kam

Bereits ein paar Tage nach dem Tod meiner Mutter hatte ich die Idee dazu. Weil ich da spürte, ihr Tod würde mich nicht, wie ich es immer erwartet hatte, umhauen und völlig aus der Bahn werfen. Und weil ich wusste, das spiegelte mir mein gesamtes Umfeld, dass wir beide gemeinsam einen besonderen Weg gegangen waren.

Das konnte gelingen, weil ich Vorbilder hatte.

Denn ich griff in dieser Zeit zurück auf über dreißig Jahre Auseinandersetzung mit dem Thema. Als junger Journalist betreute ich als Redakteur eine Folge der ZDF-Diskussionssendung Doppelpunkt zur „Sterbehilfe“. Damals hörte ich Geschichten, an die ich in all den Jahren dachte: Geschichten von Menschen, die ihren letzten Lebensabschnitt bewusst gestaltet hatten und von Angehörigen, die dabei ihren eigenen Weg fanden. Aus diesen Erfahrungen heraus entstand auch ein erstes, längst vergriffenes Buch zum Thema.

Nun hatte ich selbst erlebt, was ich damals schrieb: Wie lebendig das Sterben sein kann, wenn man es akzeptiert. Ich begann also, meine Geschichte mit meiner Mutter aufzuschreiben. Wissend, wie individuell Geschichten des Sterbens oft sind und dass genau darin das Allgemeingültige liegt.

Und so geht es in diesem Buch auch um die vielen Fragen, die mit dem Sterben verbunden sind und oft heiß diskutiert werden: um Selbstbestimmung am Ende des Lebens, um Sterbebegleitung und Patientenverfügung, ums Abschiednehmen und die Frage, ob man vortrauern kann.

Zum Schluss sagte mein Lektor: Was Sie am Ende des Buches, im letzten Viertel, erzählen – das erwartet man gar nicht, wenn man zu lesen beginnt.

Stimmen zum Buch

„Was für ein Liebesdienst dieses Buch ist! Klug, innig, warm, tröstlich – lebendiger kann man nicht über das Sterben schreiben.“
Meike Winnemuth

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